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Archäologie und Presseberichte
 

Und sie schrieben doch :  www.wienerzeitung.at/default.aspx?tabID=3647&alias=sport&cob=530978

Kein Meteorit im Chimgau: www.g-o.de/wissen-aktuell-12729-2010-12-17.html

Eburonen lebten länger:  www.rundschau-online.de

 

 

Neuer Fund in Herbertingen: http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=7410680/1g61o2s/index.html

http://www.net-tribune.de/article/141108-03.php

14. November 2008

Keltische Gold- und Silbermünzen in Getreidefeld bei Maastricht entdeckt

 

Amsterdam – In einem Getreidefeld bei Maastricht ist ein Schatz aus gut 100 keltischen Münzen gefunden worden. Die Geldstücke wurden von einem 47-jährigen Niederländer entdeckt, der eher zufällig mit seiner Metallsonde das Feld durchkämmte, wie die städtischen Behörden am Donnerstag mitteilten.

Archäologen datierten die 39 Gold- und 70 Silberstücke auf die Mitte des ersten Jahrhunderts vor Christus, als die Kelten gegen die nach Germanien einziehenden Römer kämpften.

 

Vermutlich wurden um diese Zeit neue Münzen geprägt, um die Militärkampagne gegen die Römer zu finanzieren, erklärte der Amsterdamer Archäologe Nico Roymans. Darüber hinaus seien die Geldstücke häufig als Statussymbole in Verhandlungen zwischen den diversen keltischen Volksstämmen eingesetzt worden. Die Goldstücke kommen laut Roymans vom Stamm der Eburonen, den Caesar im Jahre 53 vor Christus weitgehend vernichtete. Die Silbermünzen wurden weiter nördlich geprägt, aber offenbar zu den Schauplätzen der Kämpfe gebracht, um die Bildung von Allianzen zu besiegeln.

 

Da am Fundort keine Spuren von keltischen Siedlungen gesichert werden konnten, könnte es sich dem Archäologen zufolge um ein reines Sicherheitsversteck gehandelt haben. Münzen der Eburonen wurden in dieser Menge zuvor nur zwei Mal entdeckt - in Belgien und in Deutschland. Der Wert des belgischen Funds wurde seinerzeit mit 175.000 Euro angegeben. Zu dem jetzigen Schatz wurden zunächst keine Wertangaben gemacht.

 

Was hat aus der keltischen Kultur bis heute überlebt?

 

Das keltische kulturelle Erbe ist noch in verschiedenen Bereichen zu spüren:

-Die französische Sprache kennt noch eine ganze Reihe von Wörtern keltischen Ursprungs: chemin (Weg), char (Wagen), mouton (Schaf), ardoise (Schiefer), alouette (Lerche) usw., vor allem aber auch viele Pflanzen- und Tierbezeichnungen.

- Viele Orts- und Flussnamen haben ihre Wurzeln in der Keltenzeit, z.B. Trier (Trèves), Paris, Reims, Mailand (Milan), Tongeren und Arlon, genauso wie unzählige lokale Ortsbezeichnungen und Flurnamen z.b. (Hall)ein (=Salz)

- Manche städtebauliche bzw. territoriale Entwicklung ging von den Kelten aus, beispielsweise die Stadtgründungen von Paris, Budapest und Belgrad, genauso wie der Ausbau eines umfangreichen europäischen Wegenetzes.

Handelsbeziehungen die weit nach Asien, Griechenland und auch mit dem Röm.Reich vorhanden waren.

- Viele technologische Entwicklungen gehen ebenfalls auf die Kelten zurück: Streitwagen und Pferdekarren sowie der Pflug,ein Erntegerät, deren Formen später von den Römern übernommen wurden, aber auch das Fass, die Seife, das Kettenhemd, das Sieb, die Matratze und der Kapuzenmantel. Da die Kelten während der Eisenzeit lebten, haben sie natürlich auch maßgebliche Beiträge zur Weiterentwicklung der Eisenverhüttung und –bearbeitung geleistet. Viele Metallobjekte, die wir noch heute benutzen, gehen in ihrem Ursprung auf sie zurück.


- Heute noch bekannte Feste im Jahreslauf haben ebenfalls einen keltischen Ursprung, z.B. Allerheiligen und der Totensonntag. Sie basieren auf dem keltischen Samhain-Fest, das in einer späteren und amerikanisierten Fassung heute auch als Halloween bekannt ist.

- In der europäischen Kunst sind viele Künstler vom Mittelalter bis heute durch reale, stylisierte oder auch imaginäre keltische Motive und Ornamente beeinflusst worden.